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Umnqusho, Sop en Kluitjies, Tandoori Chicken. Die Speisekarten Südafrikas erzählen viel über die bunte Geschichte des Landes. Geradezu symbolisch für den „Melting Pot“ am Kap. Ein wichtiger Bestandteil der traditionellen südafrikanischen Küche ist der Potjie (sprich Poy-key)-Eintopf, in dem alles wunderbar harmoniert.

Internationale Fusion-Küche gab es in Südafrika lange, bevor es diesen Begriff gab. Aus dem 17. Jahrhundert rührt die „Cape Dutch“-Küche, die in Kapstadt entstand und in burischen Töpfen weiter nach Norden zog. Die europäische Bauernküche wurde hier mit asiatischen Gewürzen aufgepeppt. Deftige Delikatessen wie boboties (Gehacktes mit Currygewürzen) oder sosaties (Fleischspieße) brachten die Malaien aus ihrer Heimat mit.

In der Gegend um Durban liegt der indische Einfluss wie ein süßes Versprechen in der Luft. Ein besseres Tandoori aus würzigem Huhn oder Hammelfleisch zu finden ist schwer! Besondere Erlebnisse für Gourmet-Fans warten auch in den Fischrestaurants entlang der schier endlosen Küste. Nichts falsch machen kann man mit dem Fang des Tages, line fish genannt. Langusten (crayfish), Flusskrebs und Kingklip (weißer Fisch) sind begehrte Seafood-Gerichte. Ein geräucherter Fisch namens snoek ist als Vorspeise zu empfehlen. In der Gegend um Knysna sind die Austern so lecker, dass man sie am liebsten schon zum Frühstück genießen würde.

Wer es lieber raffiniert deftig mag, bestellt einen Hammeleintopf mit Wasserlilienknospen aus der Karoo. Auch das Leibgericht von Nelson Mandela sollte man probiert haben: umnqusho, Maisschrot und Bohnen. Auch pap, gekochtes Maismehl, schmeckt besser, als der Name vermuten lässt – besonders mit einer Zwiebel-Tomatensauce.

Fast jeder Rucksack-Tourist kennt auch Biltong, den würzigen Snack aus luftgetrockneten Rind- und Wildstreifen. Überhaupt ist allein das Fleisch in Südafrika eine Gourmetreise wert. Rind und Lamm kauen nur gutes Gras und feine Kräuter. Lokale Wilddelikatessen wie Impala oder Kudu begeistern Feinschmecker. Wer französische Haute Cuisine auf den vorgewärmten Teller will und dazu einen richtig guten Tropfen, ist im Wineland um Franschhoek an der richtigen Adresse. Exklusive kapholländische Weingüter bieten zum hauseigenen Spitzenwein das passende Restaurant.

Man muss nicht gleich nach den Gault-Millau-Sternen greifen, um nach allen Regeln der Kochkunst verwöhnt zu werden. Schon beim Brunch mitten im Busch biegen sich die Tische unter Köstlichkeiten wie Pfannkuchen, Sirup-Kekse, Melktert (Kuchen) und Obst aus biologischem Anbau. Abends wartet dann das traditionelle Braai. Das südafrikanische Barbecue wird zu ziemlich jeder Gelegenheit am Strand oder im Garten zelebriert. Beim Einkaufen darf man alles vergessen, nur nicht die boerewors, würzige Bratwürste aus Rind- oder Lammfleisch mit speziellen Gewürzen.




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